Mal den neuen Fishfinder testen…
Wels suchen mit dem Helix.
Vor einiger Zeit bat mich Pieter, ihn auf seinem Zodiac zu begleiten, um ein paar Tipps und Tricks zur Nutzung seines neuen Humminbird Helix 7 Chirp GPS zu geben. Wir vereinbarten einen Tag, um einen neuen Abschnitt der Maas zu erkunden.
Für mich hat ein Humminbird Helix-Gerät jeder Größe mit CHIRP und GPS eigentlich alles, was man braucht, um erfolgreich auf Wels zu jagen. Wichtig dabei ist, dass das Gerät die niedrigen Chirp-Frequenzen verarbeiten kann. Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn ein Gerät einen CHIRP-DI-Geber hat.
CHIRP
Wenn ein Gerät seine Chirp-Funktion nutzt, sendet es nicht nur ein Signal auf 1 Frequenz aus, sondern durchläuft einen bestimmten Frequenzbereich, um so eine drastische Verbesserung im Detail der Unterwasserwelt zu erzielen. Dabei kann man beim Angeln wählen, ob man die niedrigen Chirp-Frequenzen oder die hohen Frequenzen auf dem Bildschirm anzeigen lässt. Nachstehend ein Beispiel dafür:
Unten links sehen wir, dass sowohl der Frequenzbereich 75-95 als auch 175-225 kHz auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Zu diesen unterschiedlichen Frequenzen gehört auch eine unterschiedliche Kegelbreite. Als Faustregel gilt hier: je höher die Frequenz des 2D-Sonars, desto kleiner der Kegel.
Humminbird hat eine praktische Funktion auf seinen Geräten, um zwischen den verschiedenen angezeigten Frequenzen zu wechseln: das Häkchen!
Durch das Wechseln der Frequenz können wir uns also ein Bild davon machen, wie nah ein Fisch am Geber ist. Ist der Fisch auf der niedrigen Frequenz sichtbar, aber nicht auf der hohen, dann ist der Fisch etwas weiter vom Boot entfernt. Ist der Fisch auf beiden Frequenzen sichtbar, dann befindet er sich dicht unter dem Geber des Boots.
Warum kann das beim Welsangeln nützlich sein? Wir wollen die niedrige Chirp-Frequenz nutzen, weil wir die Position unseres Köders damit viel besser darstellen können, wenn wir mit einer niedrigen Frequenz scannen und somit mit einem großen Kegel arbeiten. (Es wird einfach eine größere Fläche gescannt.) Bei einem stark strömenden Fluss müssen wir also nicht immer mit 250g Blei arbeiten, um unseren Köder direkt unter unseren Geber zu bekommen, um ihn zu visualisieren.
GPS
Eine zweite Funktion, die wir beim Welsangeln für unverzichtbar halten: die GPS-Funktion. In Kombination mit der Autochart-Live-Funktion ist dies ein praktisches Werkzeug, um einen Fluss zu kartieren. Wo liegen die tieferen Stellen? Wo haben wir bereits Fisch gefangen? Wo befinden sich die Felsen? Wo sind die Böschungen?
Mit der Autochart-Live-Funktion erstellt das Gerät in Echtzeit und vollautomatisch Tiefenkarten. Meist machen wir mehrere Drifts über denselben Schleusenabschnitt an der wallonischen Maas. Dabei ist es interessant zu wissen, über welchen Abschnitt wir beim vorherigen Angeltrip oder früher am Angeltag bereits gedriftet sind. Auch kann es hilfreich sein, bei jedem Fang einen Marker zu setzen, um so ‚Hotspots‘ zu erkennen.
Wie man auf dem obigen Screenshot sehen kann, ist es manchmal genau in diesen kleinen Tiefenunterschieden und Vertiefungen, wo ein Fisch steht. Ohne Kartierung ist es unmöglich, die Position jeder kleinen Vertiefung zu kennen und somit seine Driftposition so zu wählen, dass man genau darüber fährt.
Als zusätzliche Erweiterung empfehle ich immer die Humminbird Zero Line SD-Karte. Damit wird die Auflösung deiner Karten viel detaillierter (du kannst weiter hineinzoomen) und du hast viel mehr Speicherplatz.
Ach ja… wir sind ja angeln gegangen. Es war ein interessanter Angeltag. Mithilfe des Fishfinders fanden wir die tieferen Stellen und konnten dort sowohl mit Köderfisch als auch mit Würmern angeln. 5 Stück gefangen, mit dem größten bei 1m30.






