World Predator Classic 2024 – unsere bisher größte Herausforderung
Die World Predator Classic 2024 war zweifellos eines der härtesten und intensivsten Turniere, die wir bisher bestritten haben. Nicht nur, weil es eines der größten Sportangel-Wettkämpfe der Niederlande ist, sondern auch, weil unser Turnier fast schiefgelaufen wäre, noch bevor es richtig begonnen hatte.
Was ein starker Start mit unserem eigenen Boot werden sollte, verwandelte sich plötzlich in ein komplettes Chaos. Ein technisches Problem am Hauptmotor führte dazu, dass wir im letzten Moment alles auf ein anderes Boot umbauen mussten. Elektronik demontieren, Bildschirme neu aufbauen, Batterien wechseln, Kabel neu anschließen: Das kostete uns einen ganzen Tag.
Trotzdem beschlossen wir, durchzuhalten. Und im Rückblick wurde diese Ausgabe der World Predator Classic 2024 vielleicht gerade dadurch eines der denkwürdigsten Turniere, die wir je bestritten haben.
Probleme noch vor dem Start der World Predator Classic 2024
Wir waren enorm motiviert für dieses Turnier. Im Juli 2024 zogen wir zur World Predator Classic 2024, einer Veranstaltung, die als eines der größten Raubfisch-Turniere der Niederlande bekannt ist. Das vorherige Training war solide, und wir hatten Vertrauen in unseren Ansatz.
Doch beim Trailern ging sofort etwas schief.
Unsere Nitro, mit der wir normalerweise angeln würden, hatte eine Störung am digitalen Gashebel. Dadurch reagierte der Hauptmotor nicht mehr. Und ohne Verbrennungsmotor kann man auf diesem Niveau kein ernsthaftes Turnier angeln. Wir versuchten noch, das Problem zu lösen, aber das gelang nicht rechtzeitig vor dem Start.
Deshalb mussten wir im allerletzten Moment auf ein anderes Boot umsteigen: eine Lund von Hans Roose. Wir bauten unsere Garmin-Bildschirme um, ersetzten die Batterien durch JAROCELLS-Batterien und schlossen alle Strom- und Netzwerkkabel neu an. Das Ergebnis: Wir verpassten sogar die Flaggenparade und bekamen nur noch eine kurze Testfahrt genehmigt.
Das war alles andere als die Vorbereitung, die man sich für ein Turnier dieses Niveaus wünscht.
Tag 1 der World Predator Classic 2024 – starker Start trotz schwieriger Bedingungen
Als Tag eins endlich begann, war die Erleichterung groß, dass alles technisch funktionierte. Jeffrey übernahm die Aufgabe, das Boot zu steuern, und unser Plan war klar: Fokus auf Barsch, ab und zu einen Hecht mitnehmen und hoffen, dass der Zander zwischendurch folgen würde.
Die Wetterbedingungen waren alles andere als ideal:
- viel Wind
- Regen
- schwierige Filmbedingungen
- ständiges Anpassen auf dem Wasser
Trotzdem lief das Angeln überraschend gut. Gegen Mittag hatten wir bereits eine volle Karte, und sogar mehr als das. Der durchschnittliche Barsch lag bei etwa 46 cm, die Zander bei 65 cm oder mehr, mit sogar einem über 70 cm. Zusätzlich lag ein Hecht von 81 cm auf der Karte.

Ab diesem Moment verlagerte sich der Fokus aufs Aufwerten. Wir wollten größere Zander und vor allem einen größeren Hecht finden, ohne unsere guten Stellen für die folgenden Tage zu verbrennen. Das ist bei einem mehrtägigen Raubfisch-Turnier immer eine wichtige Abwägung.
Eine schöne Aufwertung in Form eines 70 cm Zanders auf dem Chatterbait gab zusätzliches Vertrauen. Am Ende des ersten Tages standen wir auf einem starken 12. Platz. Ein guter Start in einem Turnier wie der World Predator Classic 2024.
Tag 2 – Wind, Regen und deutlich schwierigeres Angeln
Der zweite Tag der World Predator Classic 2024 wurde sofort schwieriger. Die Vorhersagen lagen nicht daneben:
- starker Regen am Morgen
- viel Wind
- große Wellen
- Finesse-Angeln auf Barsch wurde sehr schwierig
Und das spürt man sofort in einem Turnier. Eine Karte zu füllen ist schon schwierig genug, aber wirklich aufzuwerten mit größeren Fischen ist eine ganz andere Geschichte, wenn man mit Winddruck und Wellen zu kämpfen hat, die Drift, Bootskontrolle und Präsentation beeinflussen.
Wir konnten erneut Fisch fangen, aber der Unterschied lag in der Qualität. Die Fische waren kleiner als am ersten Tag, und das hatte sofort Auswirkungen auf die Platzierung. Nach dem zweiten Wettkampftag fielen wir auf Platz 26 zurück.
Das war nicht dramatisch, setzte aber zusätzlichen Druck für den letzten Tag. Alles musste am dritten Tag zusammenkommen.

Tag 3 – letzte Chance auf ein Top-Ergebnis
Aufgrund der Wetterbedingungen wurde der Turnierplan angepasst und der dritte Tag tatsächlich gefischt statt als Medientag genutzt. Unser Plan änderte sich kaum:
- schnell die Karte füllen
- Fokus auf großen Barsch
- auf einen schönen Hecht als Bonusfisch hoffen
Wir kehrten genau in dieselbe Zone wie am Vortag zurück, weil sie uns immer wieder Fisch gebracht hatte. Das gab Vertrauen. Ein gestaffelter Start machte den Turnierbeginn etwas weniger spektakulär, aber sicherer, und Sicherheit ist auf großem Wasser immer entscheidend.
Der Start des Tages war gut. Ziemlich schnell konnten wir die nötigen Mengen an Barsch und Zander fangen, und auch in guten Größen. Aber der Hecht blieb aus. Und das ist bei einem Turnier wie der World Predator Classic 2024 genau die Art von Detail, die den Unterschied zwischen einem soliden Tag und einem Spitzentag ausmacht.
Schließlich wechselten wir sogar zu einer Technik, bei der wir uns weniger wohlfühlen: große Köder in die Vegetation auf einem flachen Plateau werfen. Das ist viel weniger unser Stil, und außerdem ohne den echten Vorteil unserer Garmin-Elektronik. Plötzlich angelt man viel blinder, als wir es gewohnt sind.

Als später wieder eine interessante Struktur auf LiveScope auftauchte, konnten wir nicht widerstehen, erneut mit leichteren Ruten zu angeln. Das gab sofort Vertrauen, und am Ende des Tages wussten wir, dass wir eine starke Session hinter uns hatten. Nur das Endergebnis blieb noch unsicher.
Endergebnis der World Predator Classic 2024 – 6. Platz insgesamt
Unser ursprüngliches Ziel für die World Predator Classic 2024 war einfach: die Top 20 erreichen und jeden Tag die Karte füllen.
Das schien schon im Vorfeld ambitioniert genug, gerade angesichts des Teilnehmerfelds. Alles darüber wäre ein Bonus.
Als das Ergebnis kam, zeigte sich, wie stark unser dritter Tag gewesen war:
- 12. am ersten Tag
- 26. am zweiten Tag
- 7. am dritten Tag
Das brachte uns letztendlich auf den 6. Platz insgesamt.
Und ehrlich: Darüber waren wir enorm glücklich. Vor allem, wenn man weiß, wie dieses Turnier begann, mit einem defekten Boot, einem kompletten Umbau der gesamten Elektronik und kaum Testzeit auf dem Wasser.
Für unsere erste Teilnahme an diesem Turnier fühlte sich das wie ein absoluter Glücksfall an und als Bestätigung, dass konsequentes Kartenfischen, kluger Umgang mit Bedingungen und einfach Durchhalten sich wirklich auszahlen.

Was wir aus der World Predator Classic 2024 gelernt haben
Diese Ausgabe der World Predator Classic 2024 hat uns erneut einige wichtige Lektionen gelehrt.
1. Material und Vorbereitung sind entscheidend
Ein Bootsproblem kurz vor dem Start kann Ihr ganzes Turnier machen oder brechen. Dass wir trotzdem auf ein anderes Boot ausweichen und alles zum Laufen bringen konnten, war essenziell.
2. Eine volle Karte bleibt die Grundlage
Bei mehrtägigen Raubfisch-Turnieren ist Konstanz oft wichtiger als ein außergewöhnlicher Fisch. Jeden Tag die Karte zu füllen hält Sie im Rennen.
3. Das Wetter bestimmt viel mehr, als man möchte
Windrichtung, Wellengang und Regen hatten einen großen Einfluss auf unsere Technikwahl, Geschwindigkeit und Stellenwahl. Besonders der zweite Tag zeigte deutlich, wie stark Bedingungen Ihr Ranking beeinflussen können.
4. Flexibilität gewinnt Turniere
Wir mussten nicht nur das Boot wechseln, sondern auch ständig den Ansatz umstellen. Diese Anpassungsfähigkeit ist auf diesem Niveau unverzichtbar.
Dank an Hans Roose und Anyware Fishing
Ohne die Hilfe von Hans Roose hätten wir diese Ausgabe der World Predator Classic 2024 wahrscheinlich gar nicht angeln können. Dank seines Bootes konnten wir trotzdem starten, und das machte letztendlich einen enormen Unterschied.
Wir möchten daher auch ausdrücklich unseren Dank für diese Hilfe aussprechen. In solchen Situationen merkt man, wie wichtig gute Menschen um einen herum sind.
Sehen Sie sich das vollständige Video der World Predator Classic 2024 an
Im Video sehen Sie die vollständige Geschichte dieses Turniers:
- die technischen Probleme vor dem Start
- den Umbau auf ein anderes Boot
- die drei Wettkampftage
- die schwierigen Wetterbedingungen
- und schließlich die überraschend starke Endplatzierung
Wettkampfangeln auf großem Wasser erfordert mehr als nur gutes Angeln
Ein Turnier wie die World Predator Classic 2024 dreht sich nicht nur ums Fischfangen. Es geht auch um:
- Bootskontrolle
- Materialwahl
- effizienten Zeiteinsatz
- Umgang mit Stress
- schnelle Entscheidungen treffen
- und Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten
Genau deshalb bleiben solche Turniere so wertvoll. Man lernt in drei Tagen mehr als in vielen gewöhnlichen Angeltagen zusammen.
Material, das auf Wettkampfniveau den Unterschied macht
Bei Turnieren auf großem Wasser merkt man erst richtig, wie wichtig zuverlässiges Material ist. Gute Elektronik, solide Batterien und ein effizientes Boots-Setup sind kein Luxus, sondern pure Notwendigkeit.
In unserem Webshop finden Sie das Material, mit dem wir selbst während Training, Angeltagen und Turnieren angeln:
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